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Wie alles begann2021-03-03T16:13:18+01:00

Unsere Wurzeln – die Vereinschronik

Der Obst- und Gartenbauverein Zapfendorf wurde 1908 auf die Initiative des damaligen Zapfendorfer Pfarrvikars Johannes Schlund gegründet, der auch der 1. Vorstand war. Anlass der Gründung war eine außergewöhnlich gute Obsternte im Sommer 1907. Der Verein hatte deshalb auch zunächst das Ziel, den Anbau von Qualitätsobst in Zapfendorf zu fördern.

Heute blickt der Verein auf eine über 100-jährige Geschichte zurück, die Sie hier in Auszügen nacherleben können.

Zu den Gründungsmitgliedern 1908 zählten neben Pfarrer Schlund auch Kaufmann Hennemann, Georg Kropp, Valentin Betz und Ambros Leisgang.

Leider sind bei der Zerstörung Zapfendorfs 1945 auch die Unterlagen des Vereins verlorengegangen, so dass über die Frühzeit des Vereins nur noch wenig bekannt ist.

Ab 1948 wurde das Vereinsleben wieder aufgenommen. So beginnt das Vereinsprotokollbuch mit einer Generalversammlung am 05.02.1949, zum ersten Vorstand wurde hier Andreas Jüngling gewählt. Der Verein verfügte damals über ein Vermögen von 110,- D-Mark.

Im Jahre 1953 einigte man sich auf die Anschaffung einer Kelteranlage und einer Obstmühle für die damals sehr hohe Summe von 1.465,- D-Mark, die durch einen einmaligen Betrag der Mitglieder und Zuschüsse finanziert werden konnten.

Im Oktober 1958 fand dann in der Brauerei Hofmann die 50-jährige Gründungsfeier mit einem großen Festkommers statt, zu dem neben dem Landrat und dem Kreisvorsitzenden viele befreundete Vereine eingeladen waren. Unser Mitglied Felix Weber erstellte hierzu eine Vereinschronik, die leider nicht mehr existiert.

1961 wurde Zapfendorf zum schönsten Dorf des Landkreises Staffelstein gewählt, dem er damals noch angehörte. Bei der Aktion „Das schönere Dorf“ errang Zapfendorf 1964 den 2. Platz hinter Welsberg.

1969 wurde Richard Reuß zum ersten Vorstand gewählt, er engagierte sich im Verein in vielen Funktionen bis in die Gegenwart und ist heute Ehrenmitglied.

1977 war die Anschaffung einer neuen Obstpresse fällig. Für 550 D-Mark konnte eine gebrauchte Anlage vom Bezirksgut Kutzenberg erworben werden.

1983 beging der Verein sein 75. Gründungsjubiläum unter der Leitung der damaligen 1. Vorsitzenden Gerda Daum mit Festgottesdienst und Festabend. Zu diesem Zeitpunkt zählte der Verein bereits 103 Mitglieder – für damalige Verhältnisse ungewöhnlich viel. Diese hohe Mitgliederzahl ehrte der Landesverband mit der Stiftung einer Vereinsglocke. Zum Gedenken an das Jubiläum wurden im Herbst außerdem zwei Linden gepflanzt.

1992 – die Mitgliederzahl war inzwischen auf 163 angewachsen – wurde die alte Obstpresse verkauft und durch eine elektrische Anlage für 8.000 D-Mark ersetzt.

Als der Verein im Jahre 2008 sein 100-jähriges Vereinsjubiläum feiert, hat er 144 Mitglieder. Gerda Daum und Richard Reuß wurden bei der Feier im Sportlerheim zu Ehrenmitgliedern ernannt.

In seiner Rede ging Bezirkstagspräsident Sitzmann insbesondere auf die veränderte Rolle der Obst- und Gartenbauvereine ein. Stand früher mehr die Volksernährung im Mittelpunkt, so seien es heute laut Sitzmann inzwischen eher die Pflege der Wohn- und Freizeitgärten sowie die Projekte zur Dorfverschönerung.

Wer der Gartenleidenschaft verfiel,
ist noch nie geheilt worden.

Karl Foerster,
deutscher Gärtner und Staudenzüchter

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